IMM Köln 2019

Messe trifft Musse

Wenn etwas gemütlich oder behaglich ist, spricht man im Englischen gerne von „cozy“. Ein Begriff, der auf den ersten Blick nicht so recht zum hektischen Treiben auf einer der bedeutendsten Möbel- und Einrichtungsmessen mit 1.355 Ausstellern aus aller Welt passen will. Und doch ging es auf der 70. imm cologne dieses Jahr erstaunlich „cozy“ zu – zumindest am Messestand von Rolf Benz.

„Gemütlichkeit ist nicht unbedingt ortsgebunden. Man findet sie überall dort, wo man entspannen kann. Das geht alleine, zu zweit, mit Freunden und sogar auf einer Messe“, so Sebastian Labs und Gunther Kleinert vom Hamburger Designstudio labsdesign, das den Rolf Benz Messestand sowie die neue Couchserie Rolf Benz VOLO entworfen hat.

 

Design made in Hamburg

 

Bei labsdesign arbeiten Designer und Innenarchitekten Hand in Hand. Das hoch dekorierte Designstudio war in den vergangenen Jahren schon häufig für Rolf Benz im Einsatz. Die Hamburger Kreativen haben Couchtische, Sessel, Sofas, Messeauftritte sowie das Rolf Benz Loft am Stammsitz in Nagold entworfen. Aber auch komplette Stadtvillen, Landhäuser, Concept Stores, Restaurants und Hotels wie etwa Til Schweigers „Barefoot Hotel“ am Timmendorfer Strand tragen die Handschrift von labsdesign. „Ob Sofa oder Stadthaus – wir lieben neue Herausforderungen. Jedes Projekt beginnt mit einer ersten Vorstellung im Kopf, die nach und nach reift und buchstäblich immer konkretere Formen annimmt. Es folgen viele Skizzen, 3D-Modelle und Studien. Das geht dann so lange bis letztlich alle Proportionen stimmen“, erklärt Sebastian Labs.

 

Gemütlich – und völlig losgelöst

 

Auf die Frage, wie sich ein modernes Wohnumfeld gemütlich und zugleich flexibel und zeitgemäss gestalten lässt, hat labsdesign mit dem neuen modularen Sofasystem Rolf Benz VOLO einmal mehr eine rundum überzeugende Antwort abgeliefert. Rolf Benz VOLO punktet nicht nur mit aussergewöhnlichem Sitzkomfort, sondern vermittelt dabei pure Leichtigkeit. Der Produktname könnte passender kaum sein: „VOLO kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie: Ich fliege“, sagt Labs. Und tatsächlich: Durch die grazilen Füsse und die schlanke Rampe, die als elegante Plattform für die bequemen Sitzkissen dient, schwebt das Sofa scheinbar schwerelos im Raum.

„Wir wollten ein lässiges und komfortables Sofa entwerfen, das sich unterschiedlich kombinieren lässt. Dabei war uns von Anfang an wichtig, den hohen Komfort nicht schwer und klobig, sondern möglichst leicht und mobil wirken zu lassen“, erklärt Kleinert.

 

Sit as you are

 

Ob aufrechtes Sitzen oder lässiges Lümmeln – je nach Wunsch oder Situation lässt sich Rolf Benz VOLO dank der neu entwickelten Kissen mit integrierter Rückenrolle perfekt auf individuelle Sitzvorlieben anpassen. Ein Plus an Komfort und Gemütlichkeit, das die probesitzenden Besucher am Stand von Rolf Benz wie auch die Macher von labsdesign sichtlich genossen. „Es sind der hohe Sitzkomfort und die durchdachte Gestaltung der Sitz- und Rückenkissen, die VOLO so wahnsinnig gemütlich machen“, so Labs.

„Zudem bietet das Sofa tolle Kombinationsmöglichkeiten. Je nach Raumsituation lässt sich VOLO als Einzel- oder Anreihsofa inszenieren. Durch das einheitliche Sitzraster können unterschiedlichste modulare Sitzlandschaften kreiert werden. Und die Bezüge für Korpus, Rahmen, Rückenkissen und Rückenkissenrolle können entweder im einheitlichen Look oder in unterschiedlichen Farb- und Materialkombinationen gewählt werden“, ergänzt Kleinert.

 

Sofasurfing für Fortgeschrittene

 

Und welche persönliche Beziehung haben die beiden Designer zum Thema Sofa? „Ich übernachte manchmal ganz bewusst auf dem Sofa. Für mich persönlich hat das etwas Urgemütliches. Ich denke, das lässt sich darauf zurückführen, dass ich als Kind in den Schulferien oft bei meiner Oma auf der Couch geschlafen habe. Eine absolut unbeschwerte Kindheitserinnerung“, so Kleinert.

„Ich genieße es, wenn ich einmal Zeit und Muße habe, meinen Gedanken nachzuhängen. Ein gutes Sofa kann dabei definitiv helfen“, meint Labs. Die abschließende Frage nach Sebastian Labs Lieblings-Sitzposition beantwortet er kurzerhand mit einer Gegenfrage: „Soll ich ehrlich sein ...?“ Dann rutscht er lässig von der Couch und bleibt grinsend auf dem Teppich davor sitzen. Irgendwie auch eine Form von Sofasurfing.